diub - Dipl.-Ing. Uwe Barth
 


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2 Spectre und Meltdown

19.01.2018

Für Meltdown gibt es ja mittlerweile Updates, die das Problem bei PCs und Notebooks - weitgehend - beseitigen sollen. Leider zu dem Preis von Leistungsverlust gerade bei der Technik, bei der wir alle teuers Geld für eben diese Leistung bezahlt haben. Von daher ist es doch interessant, womit man denn zu rechnen hat.

Das Risiko

Damit es überhaupt zum Schaden kommt, muss man sich ein Schadprogramm (Virus) einfangen. Der Hauptrisikofaktor ist also der Anwender. Daher hier die wichtigsten Tipps.

  • Web-Dienste, zum Beispiel Email, im Browser meiden. Einen gehärteten Browser verwenden - und den nicht(!) aufweichen.
  • Programme nur aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen. Das Internet ist pauschal erst einmal nicht(!) vertrauenswürdig.
  • Kein blindes Vertrauen: auch vertrauenswürdige Quellen liefern zuweilen Schadprogramme. (Manchmal sogar gewollt, das kommt auf die Schärfe der Definition von Schadprogramm an.)
  • Immer erst nachdenken, bevor man handelt.
  • Nur das Notwendige herunterladen, ansehen und installieren! Ein wenig ketzerisch, aber muss man auf einem Arbeits-PC unbedingt Youtube-Videos sehen und die Bildzeitung lesen?

Intel Prozessoren

Für Prozessoren von Intel gibt es mittlerweile einige leidlich verlässliche Aussagen, mit denen der Normalanwender (wie gewollt?) nichts anfangen kann. Daher hier die einfache Übersetzung.

Intel bezeichnet die verschiedenen Prozessorgenerationen zunächst mit Codewörtern, die dann aber doch immer in einer einzelnen Ziffer der Prozessorbezeichnung enden.

  • Aus Skylake wird so die Ziffer 6, stehend für die 6te Generation der i-Prozessoren.
  • Nun haben die besseren(!) Prozessoren alle Namen nach dem Muster ix-Gxxx: i5-6000, i3-4000, ...
  • Die erste Ziffer nach dem Bindestrich bezeichnet die Generation.
  • Das kleine i und die Ziffer vor dem Strich grundlegende Ausstattungs- und Leistungsmerkmale.

Prozesseoren mit klingenden Namen wie Pentium oder Celeron sind im Vergleich so schon derart langsam - und natürlich billig - , dass sie hier nicht betrachtet werden.

Skylake : iX-6xxx und höher

  • Prozessoren mit iX-6xxx und höher sind - fast - aus dem Schneider.
  • Hier beträgt der Leistungsverlust unter Windows 10 ca. 8%. Das wird man - abseits von anspruchsvollen Spielen - kaum bemerken können.

Broadwell und ältere

  • i-Prozessoren früherer Generationen mit den Ziffern 5, 4, 3 sind die Verlierer:
    ix-5-xxx, ix-4xxx, ix-3xxx
  • Hier beträgt der Leistungsverlust 20% und mehr.
  • Außerdem schägt der Verlust sich gerade bei Festplattenaktivitäten verstärkt nieder.

Rechner mit NSSD-Platten (das sind SSD-'Laufwerke' in Bauform eines RAM-Riegels) sind wohl besonders betroffen.

Zu SSD-Platten gibt es keine genaue Aussage.